MINIMARKT Gründerin Xenia über Nachhaltigkeit, Glücksgefühle à la Marie Kondo und ganz viel Mut zur Selbständigkeit

Wer­bung, wegen Marken­er­wäh­nung

Nach­dem ich im let­zten Jahr neugierig bei Euch erfragt habe, welche The­men Euch auf dem Blog für 2019 beson­ders inter­essieren, war deut­lich zu erken­nen, dass inspiri­erende Quellen zum The­ma Nach­haltigkeit weit­er­hin hoch im Kurs sind. Super, genau mein The­ma. Dazu will und werde ich 2019 noch einiges an guten Beiträ­gen brin­gen, ver­sprochen. Was aber auch von Bedeu­tung für Euch ist, sind Beiträge über Shops, indi­vidu­elle kleine, mit Per­sön­lichkeit aus­ges­tat­tete Läden. Naja und was soll ich sagen, mit diesem Blog­post werde ich gle­ich mal bei­den The­men­wün­schen gerecht.

MINIMARKT Store

Heute geht’s nach Ham­burg. Und auch wenn wir momen­tan im Fuss­ball der großen Schwest­er­hanset­stadt ein­deutig über­legen sind, erkenne ich nei­d­los an, dass sich die schön­sten Cafés und Shops ein­deutig in Ham­burg befind­en. Ein mit Liebe geführter Laden ist der MINIMARKT. Ich kenne den MINIMARKT schon sehr lange, denn vor dem Umbau war ich ein paar mal dort shop­pen. Mich hat schon immer diese Art von Einkauf­ser­leb­nis dort beein­druckt, weil ich ganz genau weiß, dass hier jemand mit Herzblut hin­ter steckt. Damals kan­nte ich die Inhab­erin noch nicht. Jet­zt gehört sie zu meinen lieb­sten Brief­fre­undin­nen auf Insta­gram. Wir schreiben uns regelmäßig, denn uns verbindet das The­ma Nach­haltigkeit und schönes Design. Dass dies kein Wider­spruch in sich ist und wie es dazu kam, dass sich der MINIMARKT im let­zten Jahr mit dem FRAMA Shop neu aufgestellt hat, erzählt uns die liebe Xenia hier und jet­zt im Inter­view.

 

 

MINIMARKT Team

Liebe Xenia, erzähl doch mal, wer oder was steckt eigentlich hin­ter dem MINIMARKT?

Ich bin Xenia Rosen­gart und habe 2011 den Con­cept Store MINIMARKT in Ham­burg eröffnet, 2014 kam dann der Onli­neshop dazu. Als Team erschaf­fen wir mit ganz viel Herzblut unsere eigene Wohn­welt und ver­suchen ein Lebens­ge­fühl zu trans­portieren – eine Mis­chung aus der dänis­chen Wertschätzung von gutem Handw­erk, Ham­burg­er Under­state­ment und franzö­sis­chem Lais­sez-Faire.

Foto­cre­d­it: MINIMARKT

Hin und wieder entste­hen in Zusam­me­nar­beit mit Kün­st­lerIn­nen Son­der-Edi­tio­nen – das sind Her­aus­forderun­gen, die immer großen Spaß mit sich brin­gen! Meine Erfahrung im Bere­ich Innenein­rich­tung und Design nutze ich außer­dem im Zuge von Ein­rich­tungs­ber­atun­gen und ich entwick­le Konzepte für Woh­nun­gen, Büros oder Gas­tronomien.

Wie kam es denn über­haupt zu der Idee einen eige­nen Shop zu eröff­nen und was würdest Du anderen auf den Weg geben, die diese Idee auch haben?

Nach der Schule habe ich eine Aus­bil­dung gemacht und schnell gemerkt, dass ich selb­st­bes­timmt arbeit­en möchte. Einen Ein­fluss hat­te bes­timmt auch mein Umfeld als Kind: meine Eltern sind  selb­st­ständig und waren bei­de lange Fotografen und Jour­nal­is­ten tätig, haben viel Inte­ri­or fotografiert, mit dem Bere­ich bin ich also schon ver­traut gewe­sen. 

Mir war es immer wichtig, einen Beruf zu haben, der mir richtig Spaß macht, weil man dort ein­fach so viel Leben­szeit ver­bringt. Dafür war und bin ich auch bere­it, immer 100 Prozent zu geben. 

Foto­cre­d­it: MINIMARKT

Natür­lich kommt es immer auf die jew­eilige Sit­u­a­tion an, aber wer eine große Lei­den­schaft hat und noch mit sich hadert: ich würde immer Mut zus­prechen, den Schritt in die Selb­st­ständigkeit zu wagen! Wenn man etwas unbe­d­ingt möchte, dann kann man es schaf­fen.

Für mich ist es ein wun­der­schönes Erleb­nis und eine Her­aus­forderung zugle­ich. In ganz kleinen Schrit­ten, schaffe ich ein immer schöneres oder neueres Sor­ti­ment, erar­beite mir neue qm2 Min­i­markt sowie neue schöne Zusatzpro­jek­te und zugle­ich muss auch ich immer wieder ler­nen Rückschritte zu verkraften. Und das alles, nur so schnell, wie es für mich geht und nicht so schnell, wie es vielle­icht sein müsste. Ich wachse qua­si mit Min­i­markt und den Her­aus­forderun­gen oder Erfol­gen. Zugle­ich lerne ich jeden Tag, wie es möglich ist neben der Min­i­markt Mama eine Mut­ter ein­er zauber­haften 4 jähri­gen Tochter und  einem großar­tigem 2jährigem Sohn zu sein.  Das klappt alles nur mit der Ein­stel­lung, dass alles Schritt für Schritt passiert und keine lan­gaus­gear­beit­eten Super­pläne die passieren müssten oder Erfolge die zwin­gend kom­men müssen.  Wenn ich merke, dass ich und mein Team und meine Fam­i­lie inklu­sive der Finan­zlage es zulassen dann wage ich etwas neues. Also tut es auch !!!!!

Foto­cre­d­it: MINIMARKT

Im let­zten Jahr hast Du Deinem Shop ein neues Gesicht gegeben und hast die Marke Fra­ma in Dein Sor­ti­ment mit aufgenom­men. Ich liebe die Pro­duk­te von Fra­ma und ich finde Du hast sie in Deinem Shop super super schön in Szene geset­zt. Mich würde bren­nend inter­ess­ren, wie Du über­haupt auf die Idee gekom­men bist, einen Fra­ma Shop zu eröff­nen?

Um dem Kun­den­wun­sch der Wohnein­rich­tun­gen und –Beratun­gen nachzukom­men und mich neuen Her­aus­forderun­gen zustellen war ich auf der Suche nach dem richti­gen Part­ner. Ich wollte ein Brand find­en, das nach­haltig glück­lich macht. Dann bin ich auf Fra­ma gestoßen und das Konzept und die Pro­duk­te passen ein­fach super gut zu MINIMARKT – dank des min­i­mal­is­tis­chen Designs und der guten Qual­ität ist die Kund­schaft lange glück­lich mit ihren Einkäufen. 

ADAM Stool by FRAMA

Ich selb­st habe zum Beispiel schon 5 Jahre zwei ADAM Hock­er zuhause, sie haben mit­tler­weile eine so schöne Pati­na und ich weiß, dass sie bei uns bleiben wer­den. Es ist wirk­lich gutes Handw­erk und tolles, zeit­los­es Design. Natür­lich kommt nicht nur Fra­ma zum Ein­satz bei Pro­jek­ten, son­dern viele andere Brands die vielle­icht auch nicht im Laden präsen­tiert sind, aber ein langfristig schönes Gefühl in euren Räu­men schaf­fen. Durch  die ´Heirat‘ mit Fra­ma kann ich ein nach­haltig schönes Konzept präsen­tieren.

Dass Dir Nach­haltigkeit auch so wichtig ist, habe ich ja schon erwäh­nt. Aber was genau ver­stehst Du eigentlich unter Nach­haltigkeit?

Unter Nach­haltigkeit ver­ste­he ich, bedacht zu leben. Ob bei der Ein­rich­tung, beim Reisen oder beim Kon­sum generell: statt Massen zu ver- oder gebrauchen, ist es so viel schön­er das richtige Maß zu find­en. Marie Kon­do spricht ja zum Beispiel davon, dass du beim Aus­sortieren nur das behal­ten soll­test, was ein Glücks­ge­fühl bei dir aus­löst – ich finde das ist eine schöne Herange­hensweise dies bei Einkäufen genau zu beacht­en. Viele denken, dass ich eine kom­plette Min­i­markt Palette bei mir Zuhause habe. Dem ist aber nicht so, auch wenn ich es sich­er so auswählen würde. Nur erar­beite ich mir auch meine Wün­sche und belohne mich richtig mit Ein­rich­tung die ich mir teil­weise schon sehr sehr lange wün­sche. Das weiss auch mein Team, welch­es mir nach 3 Jahren Wun­sch, zur Babyshow­er meines Sohnes die Mama Vase von Ilse Craw­ford geschenkt hat. Nun habe ich nicht schon seid 3 Jahren eine so gewün­schte Vase, son­dern denke bei der Freude auch immer an mein super Team. 

WEDUCER CUP: Kaf­fee­bech­er aus recycel­tem Kaf­feesatz

Wie kann man Dein­er Mei­n­ung nach Nach­haltigkeit und Inte­ri­or miteinan­der vere­in­baren? 

Die Glücks­ge­fühl-Herange­hensweise ist gut auf den Inte­ri­or-Bere­ich zu über­tra­gen. Am besten achtet man schon beim Einkaufen darauf, was man wirk­lich haben möchte. Um das Passende zu find­en, ist eine gute Beratung da super hilfreich.Im MINIMARKT sind wir alle keine gel­ern­ten VerkäuferIn­nen, es läuft alleine dadurch, dass wir auss­chließlich Pro­duk­te im Sor­ti­ment haben, hin­ter denen wir ste­hen und dadurch die Freude daran trans­portieren. So haben wir über die Jahre viele glück­liche StammkundIn­nen gewon­nen, was mir total am Herzen liegt! 

Foto­cre­d­it: MINIAMRKT

Das ist eine sehr schöne Ein­stel­lung und so ehrlich. Vielle­icht magst Du uns zum Ende noch erzählen, welche Pläne noch in 2019 bei Euch anste­hen?

Im Jahr 2019 wer­den wir unseren Nach­haltigkeits­bere­ich ver­größern, sowohl die Beau­ty-/Care-Ecke, als auch Pro­duk­te rund um das The­ma Lebens­mit­tel. Und dann kommt noch eine große Über­raschung: wir wer­den ganz bald ein eigenes nach­haltiges Pro­dukt launchen, das sich pos­i­tiv auf das Raum-Kli­ma auswirkt! Mehr kann ich dazu noch nicht ver­rat­en, aber ich freue mich schon riesig und bin sehr ges­pan­nt, wie es ankommt!

Na, da weiß ich jet­zt schon das ich Fan von diesem Pro­dukt sein werde. Schon der aus Kaf­feesatz recycelte Kaf­fee­bech­er hat mich sofort überzeugt. Wir sind ges­pan­nt und freuen uns.

MINIMARKT Grün­derin Xenia Rosen­garten

Vie­len Dank liebe Xenia, für diese ehrlichen Worte. Beson­ders der Gedanke, Dein eigenes Tem­po den Wach­s­tum Deines Con­cept Stores bes­tim­men zu lassen, gefällt mir beson­ders gut. Es geht eben nicht nur um Umsatz und Massenkon­sum. Und wenn ihr nicht in Ham­burg lebt, dann kann ich Euch den Online Shop, sehr empfehlen. Hier gibt es eine extra Rubrik zu nach­halti­gen Pro­duk­ten (Wer­bung, von Herzen).

5 Kommentare

  1. Ein wirk­lich wun­der, wun­der schön­er Laden – ich war einige Male dort und habe mich sehr wohl gefühlt und bin auch glück­lich mit den Din­gen, die ich dort gekauft habe (eine Wolldecke, eine Kanne, Karten, ein Brief­beschw­er­er).
    Was das The­ma Nach­haltigkeit bet­rifft, belü­gen wir uns aber alle selb­st: nach­haltig wäre, nichts mehr für unsere Woh­nun­gen zu kaufen, außer Sachen die wir wirk­lich benötigen,weil sie im Haushalt noch nicht vorhan­den sind oder die Vorgänger kaputt gegan­gen sind.

    Das soll kein Vor­wurf sein, wed­er an dich noch an Xenia oder an son­st wen – aber es ist die Wahrheit. Einkaufen macht uns Glücks­ge­füh­le, auch mir. Man hat das Gefühl, sich etwas zu gön­nen, sich zu ver­wöh­nen… Aber dadurch wer­den immer wieder neue Dinge pro­duziert, unnötiger Weise! 😔😖

    • schmasonnen

      Liebe San­dra,
      danke für Deinen Kom­men­tar. Schön, dass der MINIMARKT Dir sehr gut gefällt.
      Deine Aus­sage zu dem The­ma Nach­haltigkeit kann ich sehr gut ver­ste­hen, sie wird ja dur­chaus auch von vie­len so propagiert. Für mich ste­ht Nach­haltigkeit aber nicht alleine im Fokus, es geht mein­er Mei­n­ung nach auch darum, sich in seinem zu Hause einen Ort zu schaf­fen, in dem Wohlbefind­en eine sehr große Rolle spielt. In den eige­nen vier Wän­den darf sich das Leben an die eige­nen Bedürfnisse anpassen.Dazu gehört für mich auch, das Ein­richt­en mit Gegen­stän­den, die genau diese Bedürfnisse unter­stützen. Umso spanen­der finde ich die Idee vom Min­i­markt etwas zu schaf­fen, was das eigene Raumk­li­ma pos­i­tiv bestärkt.
      Nach­haltigkeit und Inte­ri­or ste­ht auch im Zusam­men­hang mit gutem Handw­erk und Lan­glebigkeit sowie alter­na­tiv­en Her­stel­lungsmeth­o­d­en. Und natür­lich gehört auch ein acht­samer Kon­sum dazu. Ohne Frage. Ein Kon­sumverzicht finde ich in Hin­blick viel­er ander­er Aspek­te, u.a. der hier genan­nten, nicht hil­fre­ich. Vielmehr soll­ten wir auf Möglichkeit­en nach­haltiger zu leben, hinzuweisen. Zusam­men Ideen spin­nen, Neues aus­pro­bieren, Gutes weit­er­sagen. Ger­ade die Beautyabteilung im MINIMARKT geht genau auf diese The­matik ein.

  2. Liebe Xenia, ihr ver­sucht nicht nur ein Lebens­ge­fühl zu trans­portieren, ihr schafft dies her­rlich schön. Danke für die offe­nen Worte und deinen wun­der­schö­nen Laden, ich bin sehr gerne dort. Zum kaufen, schauen und inspiri­eren lassen. lieb­ste grüße — julia

    // … und auch das mit dem fußball aus dem intro wird sich spätestens im mai wieder aus­geglichen haben 😉

    • schmasonnen

      Liebe Julia,
      danke für Deine Nachricht. Ich schließe mich da nur an, außer bei dem Satz mit dem Fußball (-:

  3. Klasse, ein Kaf­febech­er aus gepresstem Kaf­feesatz — wie funk­tion­iert denn das? :-)) Ein per­fek­tes Dauer-Kaf­feetrinker-Kol­le­gen Geschenk!

    Sehr inter­es­sant, so eine vielfältige und indi­vidu­elle Pro­duk­tauswahl, wirk­lich etwas ganz beson­deres. Vie­len Dank für das Vorstellen von MINIMARKT.
    Ich bin auch sehr ges­pan­nt auf das “Pro­dukt, das sich pos­i­tiv auf das Raum-Kli­ma auswirkt”. Das wäre sich­er auch was für das Büro oder das Home-Office.

    Toll!

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