Mallorquinische Interiorliebe: mein Urlaubstipp für die Insel

 

Habt ihr schon Euren Urlaub geplant? Wenn nicht, hab ich hier ein Geheimtipp für Euch. Und damit meine ich nicht die Insel. Ne klar, des deutschen lieb­stes Urlaub­sziel ist kein Geheimtipp. Weiß ich doch. Aber! Auf der Insel gibt es sie noch, die Orte, die nicht über­laufen sind, bei denen man sich nicht um eine Liege am Pool stre­it­en muss oder all inclu­sive alles andere als nach­haltig Urlaub machen kann. Gibt es noch mehr Vorurteile?  Dass es daneben auch ein anderes Mal­lor­ca gibt, ist auch keine Neuheit. Die viele Fin­cas, über das ganze Land verteilt oder Klöster mit Luxus­flair.
Aber Urlaub wie zu Hause und nicht in ein­er Airbnb Unterkun­ft? Habt ihr davon schon gehört?

 

Der Süden Mal­lor­cas ist ein Traum. Viele ken­nen bes­timmt den berühmten Strand Es Trenc. Das ist auch kein Geheimtipp mehr. Aber das kleine Örtchen Ses Salines, ca. 8 km von der Küste ent­fer­nt, da gibt es noch das typ­is­che mal­lorquinis­che Flair. Als wir im let­zten Jahr kurzfristig im Herb­st noch einen Urlaub ins Warme geplant haben, bin ich auf die Häuser von Josep aufmerk­sam gewor­den.

 

Fast alle bestechen durch ein skan­di­navisch ange­haucht­es Mobil­iar mit mal­lorquinis­chem Ambi­ente. Ein Inte­ri­ormix der mir sehr zusagt. Min­i­mal­is­tisch ein­er­seits und gemütlich ander­er­seits. Und vor allem hat man das Gefühl, das Haus ist kein Ferien­haus, son­dern ein Zuhause. Diese Philoso­phie prägt nicht nur seine Häuser, son­dern auch das dahin­ter steck­ende Fam­i­lienun­ternehmen. Josep hat in den let­zten Jahren Häuser sein­er Eltern und Großel­tern nach und nach ren­oviert und zu kleinen Urlaub­soasen umgestal­tet. Als ich Josep und seine Mut­ter ken­nen gel­ernt habe, hat mich die Geschichte hin­ter dem Fam­i­lienun­ternehmen sehr berührt. Die Liebe zu sein­er Fam­i­lie hat ihn dazu bewegt, diese Immo­bilien so umzu­funk­tion­ieren, dass sie Besuch­ern ein Zuhause auf Zeit geben. Weit weg vom klas­sis­chen Hotel- oder Apparte­men­turlaub.

 

Nach unser­er Ankun­ft wur­den wir liebevoll von Josep emp­fan­gen. Während unseres ganzen Aufen­thalts stand er uns mit Rat und Tat zur Seite, hat­te Tipps für Aus­flüge, gute Restau­rants und wo man mit Kindern gut baden kann. In Ses Salines hat sich ein kleines Net­zw­erk junger Unternehmer entwick­elt, die ihren kleinen Ort, nach­haltig und bewußt für den Touris­mus aufhüb­schen, ohne dabei die Massen anzuziehen. Mit­ten im Dorf gibt es einen typ­is­chen Dorf­platz, auf dem sich alle Bewohn­er täglich tre­f­fen. Die Kinder zum Fußball spie­len, die Eltern zum Quatschen und die älteren Her­ren zum philoso­phieren. Oft waren wir dort und haben mit­gemacht, Fußball gespielt und die Zeit genossen.
Etwas weit­er nördlich gibt es ein wun­der­bares Restau­rant, das Cas­sai. Hier aßen wir fast täglich zu Abend. Und wie durch ein Wun­der, war das mit zwei Kindern auch vol­lkom­men prob­lem­los und stress­frei. Sowohl von Seite der Café Besitzer, als auch von Seit­en der Kindern. Sie haben sich so gut wie noch nie benom­men. Dass Mal­lor­ca ein kinder­fre­undlich­er Ort ist, muss ich Euch nicht erzählen, oder?

 

 

 

Gegenüber des Restau­rants hat die Fam­i­lie ein Inte­ri­or­shop eröffnet und hier gibt es die typ­isch mal­lorquinis­chen Wohnac­ces­soires. Aber seht selb­st.

 

Ein paar Häuser weit­er kann man neben dem typ­is­chen Salz, welch­es aus den nahgele­ge­nen Salzsali­nen gewon­nen wird, auch leck­eres Eis essen. Und wer noch nicht genug zu essen hat, kann sich beim Bäck­er nebe­nan leck­eren Kuchen gön­nen, auch typ­isch mal­lorquinisch. Alles ist prob­lem­los zu Fuß zu erre­ichen.

 

Grund­sät­zlich emp­fiehlt es sich aber auf der Insel ein Auto zu mieten. Auch wenn Busse mehrmals täglich die Küste ent­lang fahren, ist man doch deut­lich flex­i­bler mit dem Auto unter­wegs und es bietet zugle­ich die Möglichkeit wirk­lich jeden Winkel der Insel zu erkunden.Auch zu unser­er Lieblings­bucht sind wir immer mit dem Auto gefahren, da wir mit den Kindern nicht so mobil waren, um schwierige Wege zu den traumhaften Bucht­en im Süden herunter klet­tern, haben wir die Bucht Plat­ja Cala Llom­bards für uns ent­deckt.

 

 

 

Vor­ab sei aber gle­ich gesagt, hier müsst ihr früh dran sein, son­st kann es passieren, dass man keinen Platz mehr an der kleinen Bucht bekommt. Von weit­eren, traumhaft schö­nen Aus­flugszie­len, berichte ich Euch beim näch­sten Mal.

Ich hoffe ich kon­nte Euch genau­so begeis­tern, wie mich dieser Urlaub im let­zten Jahr begeis­tert hat und wenn ihr Lust habt erzählt doch mal von Euren Geheimtipps auf der Insel oder von Eurem lieb­sten Urlaub­sort.

4 Kommentare

  1. Oh, was für ein wun­der­bar­er Tipp! Wir sind fast jedes Jahr dort und auch immer in der Gegend, meist in Cala D’Or. Aber vielle­icht wird es auch mal Ses Salines. Der näch­ste Trip wird Pal­ma über Ostern sein, wir sind schon sehr ges­pan­nt. Hab ganz lieben Dank für den tollen Hin­weis! Lieb­ste Grüße, Rahel

  2. Boah, jet­zt freue ich mich noch mehr. Weißt du wo seine anderen Häuser sind? Auch alles fußläu­fig Rich­tung Dorf­platz?? Wir haben ja die eigentlichen “Rooms Can Moreno” gebucht. LG Anni­ka

    • Liebe Anni­ka, ich freu mich so sehr, dass Du auch nach Ses Salines ver­reist und bin ges­pan­nt auf Deine Rück­mel­dun­gen. Deine Unterkun­ft ist direkt an diesem Dorf­platz und es ist wirk­lich alles sehr gut zu Fuß in dem Ort zu erre­ichen. Noch ein Tipp: Wenn ihr abends im Cas­sai essen wollt, unbe­d­ingt vorher reservieren. Die sind immer aus­ge­bucht. Liebe Grüße Schirin

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