Kulisseneinblick: artcanbreakyourheart & kitschcanmakeyourich

Kulis­senein­blick wan­dert ein biss­chen in den Süden, genauerge­sagt nach Biele­feld. Nicht wirk­lich der Süden, aber lei­der auch nicht so nah, so dass dieses mal der Ein­blick virtuell erfol­gt. Apro­pos virtuell, ich kenn Lil­li und Sascha nicht per­sön­lich — schade — aber sel­ten habe ich zwei Men­schen über soziale Net­zw­erke so schnell “ken­nen­gel­ernt”, wie diese bei­den. Und das hängt nicht nur damit zusam­men, dass ich einen wun­der­baren, phänom­e­nalen, grandiosen Buch­staben-Hock­er gewon­nen habe. Dazu aber später mehr.
Ich erin­nere mich noch gut, wie ich die ersten Bilder von Lil­lis Insta­gram Account wahrgenom­men habe. Sie zeigt hier einen tollen Mix aus Fotos der per­sön­lichen vier Wände und den Pro­duk­ten von art­can­breaky­our­heart und des Schwest­er­la­bels kitschcan­makey­ourich. Lil­li inter­pretiert ein­fache All­t­ags­ge­gen­stände ganz neu und gibt ihnen dabei eine neue Funk­tion­al­ität: Ein Flaschenöffn­er, in Form ein­er Flasche, ein Schlüs­se­lan­hänger in Steck­er­form, die in ein­er Steck­dosen­leiste hän­gen und ein Pöm­pel als Lampe. Let­ztere heißt übri­gens Bob­by. So nun mal ehrlich! Musstet ihr auch schmun­zeln? Aber Lil­li schafft es nicht nur mit ihren Wohnac­ces­soires ein Grin­sen her­vorzuza­ubern, son­dern auch mit Ästhetik und form­schö­nen Design zu überzeu­gen.
kitschcan­makey­ourich ist die kleine junge Schwest­er von art­can­breaky­our­heart. Dahin­ter steckt Sascha Grewe. Schon lange bevor der typographis­che Hype die Inte­ri­or­welt erre­ichte, ent­stand hier die Idee eines Buch­staben-Möbel. Jed­er Buch­stabe wird handge­fer­tigt, je nach Farb- oder Mate­ri­al­wun­sch. Echte Han­dar­beit, so präzise und per­fekt, da weiß jemand ganz genau mit Mate­r­i­al und Form umzuge­hen. Ein Blick in die Vita zeigt warum; zahlre­iche Titel im Design­bere­ich, ein Lehrauf­trag an der Det­mold School of Archite­cure und Inte­ri­or Design und wie ich finde, ganz beson­ders wichtig, Sascha ist gel­ern­ter Tis­chler.

Für Kulis­senein­blick hat sich Lil­li Zeit genom­men und erzählt uns ein biss­chen genauer wer und was da eigentlich hin­ter steckt.

Wer und was steckt hin­ter art­can­breaky­our­heart und kitschcan­makey­ourich?

Wir sind Lil­li (kitschcan­makey­ourich) und Sascha (art­can­breaky­our­heart) aus Biele­feld. Mit unseren bei­den Labels entwick­eln wir Möbel und Wohnac­ces­soires die größ­ten­teils handge­fer­tigt sind oder in kleinen Serien in Deutsch­land pro­duziert wer­den.

 

Die Buch­staben­hock­er von art­can­breaky­our­heart z.B. wer­den von A bis Z von uns gebaut und lack­iert und kön­nen ganz indi­vidu­ell in 250 Far­ben und mit unter­schiedlichen Öff­nun­gen bei uns bestellt wer­den. Mit den bun­ten let­ter­stools ging 2010 auf dem DMY Fes­ti­val Berlin auch alles los. Sascha war zu dem Zeit­punkt noch mit­ten im Studi­um und ist so durch den uner­warteten Hype in die Selb­st­ständigkeit ger­uscht, ohne dies geplant zu haben. Seit­dem wer­den die Typo­hock­er in die ganze Welt ver­schickt und haben in Büros, Stu­dios, Bib­lio­theken, Bars aber auch bei vie­len Pri­vatleuten ein neues Zuhause gefun­den.


2014 ist dann kitschcan­makey­ourich als Schwest­er­la­bel von art­can­breaky­our­heart ent­standen, um mit Klein­mö­beln einen weit­eren Sek­tor zu bespie­len. Lil­li hat die Zeit im Mut­ter­schutz dafür genutzt einige Ideen umzuset­zen und entwirft größ­ten­teils funk­tionale Wohnac­ces­soires für den gesamten Wohn­bere­ich.

 

 
 

Wie lasst ihr Euch inspiri­eren?

In der ersten Pro­duk­tlin­ie von kitschcan­makey­ourich haben wir uns von All­t­ags­din­gen inspiri­eren lassen und diese in einen neuen Kon­text geset­zt. So ist zum Beispiel aus ein­er Steck­dosen­leiste ein Schlüs­sel­brett gewor­den. Viele Pro­duk­te sind mit einem Augen­zwinkern ent­wor­fen.

 

Generell lassen wir uns über­all von schö­nen For­men inspiri­eren. Das kann in der Architek­tur, Natur oder auch im Bau­markt sein.



Welche Design­er mögt ihr beson­ders gerne?

In unser­er Woh­nung find­et man vor­rangig junge Labels. Die Pro­duk­te sind ein­fach sehr schön und wir unter­stützen gerne andere Design­er-Fre­unde und junge Start-Ups. Darüber hin­aus find­et man diese Pro­duk­te noch nicht in jed­er Woh­nung, auch wenn wir uns schöne Dinge von Labels wie HAY oder Nor­man Copen­hagen für unsere Woh­nung gön­nen. Die Möbel von E15 und ein paar Klas­sik­er von den Eames wollen wir auch nicht wieder hergeben.
 
 

Euer lieb­ster Ort in Biele­feld?

Wir haben das Priv­i­leg in einem his­torischen Gewer­bepark mit viel Grün wohnen zu dür­fen und nach Feier­abend haben wir hier Ruhe und sind ganz für uns. Wir sind daher tat­säch­lich sehr gerne zu Hause und Biele­feld als Wohnort liegt uns sehr am Herzen. Im Som­mer find­et man uns öfters an der Düne13 zum Beachvol­ley­ball spie­len und Sonne genießen.

 

Zum Essen und Trinken sind wir am lieb­sten in der Wilden Kuh, in der Bar383, im Kachel­haus oder im Mel­low Gold.


Und son­st sind die Kun­sthalle und der Park davor tolle Aus­flugs-Ziele, wenn wir mal etwas Zeit haben 🙂

 

 

 

Foto­cre­d­it: art­can­breaky­our­heart & kitschcan­makey­ouritch

 

Feinen Dank liebe Lil­li für Deine Antworten.
Und wie ich ja schon erwäh­nt habe, bin ich glück­liche Gewin­ner­in eines Buch­staben-Hock­ers. Ich habe mich für ein J entsch­ieden, der Anfangs­buch­stabe unseres Fam­i­li­en­na­mens, in einem hellen grau, dass passt hier ein­fach gut rein und ist zeit­los und zugle­ich viel­seit­ig kom­binier­bar. Der Hock­er wird im Hause schma­son­nen auch als Tisch oder als Dekoob­jekt ver­wen­det. Er wech­selt oft den Platz, das kann er mit seinen Filz­gleit­ern auch opti­mal, ohne Spuren zu hin­ter­lassen. Aber seht selb­st:

 

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